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  1. China – Hainan: Marinestützpunkte Yulin und Yalong, Machtprojektion und Grenzkonflikte im Südchinesischen Meer

    Date de publication:

    11 Juin 2020

    Im Süden des riesigen chinesischen Festlandes hat die Insel Hainan - lange Zeit in peripherer Lage und somit isoliert gelegen - seit den 1990er Jahren eine echte Metamorphose durchlaufen. Der Tourismus spielt dabei eine wichtige Rolle (vgl. der Badeort Sanya). Vor allem aber befinden sich im Süden der Insel zwei Marinestützpunkte von größter strategischer Bedeutung: Yulin und Yalong. Der zweite beherbergt die mit nuklearballistischen Raketen ausgerüsteten U-Boote (SSBN) Chinas. Während das Südchinesische Meer - und ganz allgemein Ost- und Südostasien - zu den privilegierten maritimen Schauplätzen des geostrategischen, geopolitischen und geoökonomischen Wettbewerbs zwischen den Ersten und Zweiten Weltmächten gehört, haben die Vereinigten Staaten heute das Monopol der Seemacht verloren, das sie dort seit 1945 innehatten. Die Maritimisierung [der als Prozess der Steigerung des internationalen Handels auf dem Seeweg definiert ist] Chinas bringt für Peking die Kontrolle und Beherrschung, den Besitz und die Aneignung der Küstenmeere mit sich und führt damit zu zahlreichen Grenzkonflikten mit den anderen Staaten der Region in den Inselgruppen der Paracels und Spratleys. Dies ist auch eine Erinnerung daran, dass es keine Machtprojektion auf die Meere und Ozeane ohne Seestreitkräfte und Stützpunkte gibt.

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